Nach dem Scheitern des Verkaufs von T-Mobile USA an den größeren Konkurrenten AT&T wird viel über die Zukunft der Nummer 4 der US-Mobilfunkanbieter diskutiert. CEO Philipp Humm verkündete nun, dass T-Mobile für den Alleingang bereits sei, einen 2. Deal wie mit AT&T gebe es nicht.
Die Telekom habe einige wichtige Dinge von AT&T nach dem Scheitern des Verkaufs erhalten – 3 Milliarden US-Dollar Cash, neues Spektrum in 128 Märkten, davon in 12 der Top-20-Märkte, und eine Roaming-Vereinbarung, mit der T-Mobile für 7 Jahre das AT&T-Mobilfunknetz nutzen kann. Es ist allerdings noch nicht klar, wie viel die Telekom in ihre wenig profitable Tochter investieren wird. Da aber nun kein Übernahmepartner in Sicht sei, müsse die Telekom investieren, stellte Humm fest.
T-Mobile USA arbeitet nun erst einmal an ihren Plänen, wie es weitergehen soll. In den 9 Monaten, in denen die Übernahme im Raum stand, war es ruhig geworden bei T-Mobile. Allerdings habe man inzwischen in 12 weiteren Märkten die Geschwindigkeit im 4G-Netz auf HSPA+ 42 verdoppelt, so dass die schnellen Geschwindigkeiten nun 217 Märkte landesweit mit über 200 Millionen Menschen erreiche: „T-Mobile is back.“ Ende des 1. Quartals werde T-Mobile voraussichtlich Details bekanntgeben.
Derzeit arbeite T-Mobile an einer weiteren Geschwindigkeitsverdopplung. HSPA+ 84 soll das Mobilfunknetz ab Mitte des Jahres unterstützen können. Schwierigkeiten gebe es allerdings noch bei den Geräten, die die neue Geschwindigkeit nutzen können.
Mehr zu dem Interview mit Philipp Humm lesen Sie hier,bei Fierce Wireless sowie Fierce Mobile.


2012: Ein sehr gutes Jahr für Towers
Mastbetreiber dürfen sich erneut auf ein sehr gutes Jahr freuen. Das Fachmagazin RCR Wireless sieht für 2012 gleich mehrere Faktoren, die den Tower Companies zugute kommen dürften.
Allen voran geht 2012 der weitere Roll-out der LTE-Netze, der bei den Mobilfunkunternehmen stark im Fokus stehen wird. 2012 wird “Das Jahr von 4G”. Verizon hat bereits gut vorgelegt mit rund 200 Millionen Menschen in Reichweite, hat aber weiterhin große Ziele. AT&T will die Zahl der erreichten Personen verdoppeln und T-Mobile USA die Geschwindigkeit seines HSPA+-Netzes an vielen weiteren Standorten von HSPA+42 auf HSPA+84 verdoppeln. Bei einem Upgrade von 3G auf LTE ist zwar keine neue Antenne erforderlich. Dafür allerdings eine Zusatzausrüstung. Hierfür schließen die Mobilfunkunternehmen einen weiteren Vertrag ab – für 300 bis 1.000 US-Dollar zusätzliche Miete im Monat, für die der Mastbetreiber keinen zusätzlichen Aufwand betreiben muss.
Ein wesentlicher Treiber der Antennennachfrage ist auch die Spektrumknappheit. Da neues Spektrum in weiter Ferne liegt, müssen sich die Mobilfunkunternehmen anders helfen. Cell Splitting ist hier das Zauberwort. Wird die Entfernung zwischen 2 Mobilfunkmasten reduziert, indem eine weitere Antenne auf der Strecke zwischen den Masten installiert wird, erhöht sich die Menge der Daten, die durch die Netze geschickt werden kann, da nun kürzere Strecken überbrückt werden müssen. RCR Wireless erwartet für 2012 daher Netze mit einer höheren Dichte an Antennen sowie eine steigende Verbreitung von Systemen wie Distributed Antenna Systems.
Mehr zu den positiven Aussichten für Mastbetreiber lesen Sie bei RCR Wireless.